Wissenswertes zur Berliner Mitte

Hier finden Sie auf einen Blick Informationen über die Berliner Mitte. Von der Geschichte des Ortes, über die Verkehrssituation, das Alltagsleben bis hin zu den planungsrechtlichen Hintergründen einer möglichen Bebauung.

 

Alltagsleben
Archäologie

Geschichte der Berliner Mitte
Planung/Rechtlicher Hintergrund
Öffentlicher Raum
Tourismus
Verkehr
Wohnen

 

Alltagsleben

Von vielen nicht bemerkt, findet auch in der Berliner Mitte Alltagsleben von Berlinerinnen und Berlinern statt. Viele Menschen arbeiten hier täglich, ob im Fernsehturm oder im Berliner Rathaus. Und rund 4.000 Menschen leben in den umliegenden Gebäuden von der Karl-Liebknecht-Straße bis zum Nikolaiviertel. Sie haben andere Bedürfnisse als die Besucherinnen und Besucher aus der übrigen Stadt oder von außerhalb.

Die Versorgung mit allem, was man für sich und seine Familie im täglichen Leben braucht, ist an einem touristischen Ort etwas anders als in anderen Quartieren. Im Nikolaiviertel findet man originelle Geschenke, in den Rathauspassagen neben Bekleidungsketten auch eine Apotheke und Supermärkte, und zukünftig wird das bisherige Berlin Carrée, die ehemalige Markthalle, in der Karl-Liebknecht-Straße zum Nahversorgungszentrum und damit eine jetzt bestehende Lücke schließen. Bioläden oder nachbarschaftlich orientierte Cafés findet man hier allerdings nicht. Märkte haben sich bisher weder an der Kirche noch am Rathaus etablieren können, der Weihnachtsmarkt und andere Events finden ohne Bezug zum Umfeld statt.

Die großen Wohnanlagen hier haben Terrassengeschosse über den beiden Ladenebenen für die soziale und gesundheitliche Versorgung der Anwohnerinnen und Anwohner. Im Grünraum zwischen Karl-Liebknecht-Straße  und Stadtbahn gibt es einen großen Spielplatz und eine Schule, die heute von der evangelischen Kirche betrieben wird. Eine weitere könnte es bald wieder an der Kirchenruine des „Grauen Klosters“ geben.

 

Archäologie

Die aufgelockerte Neubebauung der Nachkriegszeit hat unter den Freiflächen der Berliner Mitte zur großflächigen Erhaltung früherer Bauten geführt, wie das Schloss, Kirchen, Klöster, Rathäuser und Bürgerhäuser, die das städtische Leben aus mehreren Jahrhunderten anschaulich machen können. Dieses Erbe wird derzeit erforscht und in Neuplanungen einbezogen.

Der Platz vor dem Berliner Rathaus war einst Standort des alten Rathauses. Es entstand zwischen 1240 und 1270 und diente als städtische Rats- sowie als Kauf- bzw. Tuchhalle. An seine westliche Giebelseite grenzte die Gerichtslaube, in der das städtische Gericht tagte. 1865 musste dieser Gebäudekomplex dem Neubau weichen. Die Keller wurden nach Abbruch der Gewölbe verfüllt, die Gerichtslaube abgerissen und 1872 in rekonstruierter gotischer Form im Schlosspark Babelsberg wieder aufgebaut.

Seit 2008 finden in Vorbereitung des Weiterbaus der U-Bahnlinie U5 Grabungen vor dem Rathaus statt, und es wird ein Konzept zur Präsentation der Funde und für einen Archäologischen Pfad erarbeitet. 2010 konnten in der früher gegenüber liegenden Häuserzeile unerwartet elf verschollene Skulpturen geborgen werden, die im Rahmen der nationalsozialistischen Beschlagnahmeaktion „Entartete Kunst“ den Museen entzogen wurden.
Auch rund um die Marienkirche werden begleitend zur Umgestaltung archäologische Untersuchungen durchgeführt. Die Funde bleiben so weit wie möglich unberührt. Lediglich im westlichen Bereich wird das überschüttete Gelände teilweise abgetragen, dort sind archäologische Rettungsgrabungen notwendig.

 

Geschichte der Berliner Mitte

Die heutige Freifläche nimmt den größeren Teil der Neustadt ein, die Anfang des 13. Jahrhunderts dem ältesten Siedlungsgebiet Berlins um die Nikolaikirche angefügt wurde und die Stadtfläche fast verdoppelte. Parallelstraßen um diesen Gründungskern wurden fortgeführt und mit dem Neuen Markt an der Marienkirche verbunden.

Der Strategie anderer Metropolen, in ältesten, dicht bebauten Vierteln Repräsentationsachsen durch Abriss zu gewinnen, folgte Berlin erst spät. Die preußischen Könige hatten im 18. und 19. Jahrhundert neue Räume der Staatsrepräsentation noch auf die barocken Stadterweiterungen und Randbezirke Berlins beschränkt. 1888 erfolgte eine zusätzliche Anbindung des mittelalterlichen Stadtkerns an das Residenzschloss am Lustgarten. In dieser Zeit entstanden auf diesem Wege beispielsweise die groß angelegte Kaiser-Wilhelm-Straße (heutige Karl-Liebknecht-Straße) und das Berliner Rathaus.

Nach dem Ersten Weltkrieg genügte dies nicht mehr den städtebaulichen Leitbildern einer Metropole. Die Weimarer Republik plante und das nationalsozialistische Regime begann den blocktiefen Abriss der alten und neuen Bauten entlang der Straße, um sie als Verlängerung der Ost-West-Achse stark zu erweitern. Zu NS-Zeiten wurden in der Berliner Mitte außerdem unrechtmäßig Eigentümer/innen von ehemals über 200 jüdischen Grundstücken enteignet.

Die Gestaltung des Areals zu DDR-Zeiten beruhte auf unterschiedlichen Planungs- und Wettbewerbsverfahren der 1920er, 1950er und 1960er Jahre. So wurde schließlich 1969 der Fernsehturm und die in dessen Umfeld gestaltete Freifläche sowie 1986 das Marx-Engels-Forum fertiggestellt.  Der Ort wurde nun geprägt von großmaßstäblichen Wohn- und Geschäftszeilen in enger konzeptioneller und räumlicher Verbindung mit der Neubebauung des Alexanderplatzes als Ort des Konsums und des einstigen Schlossareals als Staatsmitte der DDR. In den 1970er Jahren wurden die letzten noch erhaltenen Altbauten auf dem Areal der Berliner Mitte abgerissen, mit Ausnahme der Marienkirche.

Damit verfügte Berlin über einen neuen urbanen Raum, der den Repräsentations-, Nutzungs- und Gestaltungsansprüchen der Nachkriegsmoderne in hohem Maße entsprach. Ein generationenübergreifender Wille zur Verwandlung des Altstadtquartiers in einen „Weltstadtraum“ hatte den Stadtgrundriss und die Bebauungsstrukturen der historischen Stadt weitgehend überformt.

Seit dem Fall der Mauer hat sich der Raum zwischen Fernsehturm und Spree baulich nicht grundlegend verändert. In den letzten Jahren fanden neben den großen Baustellen der U5 und des Humboldtforums vor allem Maßnahmen zur Verbesserung des Umfelds um den Fernsehturm und aktuell auch rund um die Marienkirche statt.

 

Planung/Rechtlicher Hintergrund

Von den Ergebnissen der Stadtdebatte und den daraus folgenden Beschlüssen des Abgeordnetenhauses wird es abhängen, welche weiteren Planungsschritte erforderlich werden:

Soll die Berliner Mitte zukünftig weiterhin überwiegend von Platz- und Grünflächen geprägt werden, könnte ein Freiflächenwettbewerb geeignete Grundlagen für eine Entwicklung schaffen.  Wenn eine Neubebauung in erheblichem Umfang erfolgen soll, wird ein Bebauungsplanverfahren notwendig sein. Soll dabei so weit wie möglich der historische Stadtgrundriss berücksichtigt werden, wie im Klosterviertel oder am Petriplatz, kann in einem Gutachterverfahren die städtebauliche Gestaltung geklärt werden. Soll es dagegen zu weitgehend neuartigen Nutzungen und Bebauungen kommen, dürfte ein städtebaulicher Wettbewerb sinnvoll sein, wie etwa am Alexanderplatz oder am Potsdamer Platz. Für jedes dieser Planungsverfahren in der Berliner Mitte wäre bisher das Bezirksamt Mitte zuständig, denn der Berliner Senat hat diesen Bereich bisher formal noch nicht zum „Gebiet außergewöhnlicher stadtpolitischer Bedeutung“ erklärt. Ein solcher Beschluss wäre für die Übernahme der Planungsverantwortung durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt erforderlich.

Baustellen und Planungen

Im Jahr 2015 prägen einige Baustellen das Bild der Berliner Mitte: Die Verlängerung der U-Bahn-Linie U5 verändert nicht nur den Raum unter der Erde, sondern fordert auch oberhalb Platz. Rund um die Marienkirche werden dringend notwendige Verbesserungen des Umfelds durchgeführt. Und auch das Humboldt-Forum auf der Spreeinsel hat mit seinen Bauarbeiten Auswirkungen auf die Nachbarschaft.

Baustelle U-Bahnhof Berliner Rathaus
Die wichtigste Neubaumaßnahme im U-Bahn-Netz ist der Lückenschluss der Linie U5. Der erste Teilabschnitt mit den Bahnhöfen Brandenburger Tor, Bundestag, Hauptbahnhof wurde 2009 in Betrieb genommen (U55). Der Lückenschluss vereinfacht die Erreichbarkeit der Innenstadt und des Hauptbahnhofs insbesondere aus den östlichen Stadtteilen und entlastet die Stadtbahn. Die Baumaßnahmen werden planmäßig bis 2017 andauern.

Baustelle rund um die Marienkirche
Im Zuge der Neubebauung des Areals am Fernsehturm in den 1960er Jahren wurde das mittelalterliche Höhenniveau um die Marienkirche nur im Randbereich beibehalten. Die Eingangsbereiche und der Gebäudesockel sind so in einem Graben verborgen und schlecht zugänglich. Ziel der Neuplanung ist, die Freiraumsituation übersichtlicher, zugänglicher und heller zu gestalten, einen der Kirche angemessenen Ort zu definieren und die historischen Spuren ablesbar zu machen.

Baustelle Humboldt-Forum
Auf dem ehemaligen Schloss-Areal soll ein internationales Forum der Kunst, Kultur und Wissenschaft für einen Dialog der Weltkulturen entstehen, das Humboldt-Forum. Bedeutende Museums-, Bibliotheks- und Forschungseinrichtungen Berlins werden hier ihre Kräfte bündeln.

Planung Tram-Linie
Über die Rathausstraße ist vom Alexanderplatz bis zum Kulturforum eine Tram-Linie geplant.

 

Öffentlicher Raum

Die Berliner Mitte hat traditionell eine vielfältige urbane Nutzungsmischung, auch wenn sich die Gebäude- und Flächenstrukturen geändert haben: Wohnort, Park, Geschichtslandschaft, Einkaufsort, Transitraum, Arbeitsstätte, Partyfläche, Touristenmagnet, Sport- und Kulturraum... So stellen sich hier Fragen wie an allen zentralen Plätzen: Wie kann man hier ein angemessenes Verhältnis zwischen Schnell und Langsam, Laut und Leise, Freiraum und Gebäuden, Verkehr und Aufenthalt herstellen?

Derzeit sind die Grünflächen teilweise in schlechtem Zustand, nur am Fernsehturm und an der Marienkirche gab es Instandsetzungen. Die Möblierung des öffentlichen Raums ist nicht mehr überall zeitgemäß, und das Marx-Engels-Forum leidet unter der U-Bahn-Baustelle.   Dem Rathaus und der Marienkirche fehlen auf sie bezogene Vorplätze.
 
Im öffentlichen Raum treffen verschiedene Nutzungsansprüche an Stadt besonders augenscheinlich zusammen, wie beispielsweise die der Jugend mit der Wohnbevölkerung und den Gewerbetreibenden: Jugendliche suchen Plätze wie diesen, die Raum bieten für das Abhängen, oder auch das Rollbrettfahren – in den 1980er Jahren waren die Flächen um den Fernsehturm Treffpunkt der kleinen DDR-Skaterszene. In den letzten Jahren erlangte der Platz vor den Rathauspassagen durch den Mord an Jonny K. traurige Berühmtheit. Um Konflikte im Griff zu halten und ein attraktives Umfeld zu gewährleisten, kümmern sich eine Arbeitsgemeinschaft und Initiativen aus Bewohnerschaft und Gewerbetreibenden ebenso um das Areal wie ein professionelles Platzmanagement.

Standbilder und Brunnen
In der Berliner Mitte wurden einige der bedeutendsten Standbilder und Denkmäler der Hauptstadt errichtet, politische und städtebauliche Umbrüche haben dazu geführt, dass einige verschwunden sind oder an veränderten Standorten stehen. Um ihre zukünftige Präsenz und ihre Standorte gibt es teilweise heftige Debatten, in denen auch Bauwerke wie die Königskolonnaden, die seit über 90 Jahren an der Potsdamer Straße als Entrée einer Parkanlage stehen, eine Rolle spielen.

Luther-Denkmal
Das 1895 fertiggestellte Luther-Denkmal stand am ehemaligen Neuen Markt und wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Lediglich die verbliebene Luther-Figur steht heute neben der Marienkirche. Das Denkmal wird bis 2017 zum Themenjahr 500 Jahre Reformation wieder an seinem historischen Standort aufgebaut. Die Auslobung eines künstlerischen Wettbewerbs zur Neuinterpretation des ursprünglichen Sockels ist geplant.

Marx-Engels-Denkmal
Das Marx-Engels-Denkmal wurde von 1984 bis 1986 als mehrteilige Denkmalgruppe auf dem neu geschaffenen Marx-Engels-Forum nach dem Gesamtentwurf von Ludwig Engelhardt ausgeführt. Die Skulptur musste 2010 der U-Bahn-Baustelle weichen, die Denkmalanlage selbst ist derzeit durch die Bauarbeiten überlagert. Die BVG ist nach Fertigstellung der U5 zur Wiederherstellung der denkmalgeschützten Anlage am Ursprungsstandort verpflichtet.

Neptunbrunnen
Zunächst ohne Auftrag vom Künstler Reinhold Begas entworfen, übernahm die Stadt Berlin Finanzierung und Ausführung des Neptunbrunnens und machte ihn 1888, nach langen Verhandlungen über den Standort, Kaiser Wilhelm II. zum Geschenk. Bis 1951 stand er vor dem Berliner Schloss, seit 1969 steht er an seinem heutigen Standort.

 

Tourismus

Berlin gehört zu den drei am häufigsten besuchten Städten in Europa, und das Areal zwischen Spreeinsel und Alexanderplatz ist ein Ort, den (fast) alle erreichen. Allein der Fernsehturm verzeichnet rund 1,2 Mio. Besucherinnen und Besucher jährlich. Einheimische laufen auf direktem Wege zu ihren Zielen, Touristinnen und Touristen schlendern durch die Stadt, und sie verbringen rund elf Stunden am Tag im öffentlichen Raum.
Dabei hat die Berliner Mitte, vor allem das Rathausforum, für den Tourismus derzeit vor allem eine Ruhe- und Aufenthaltsfunktion, trotz der verbesserungswürdigen Aufenthaltsqualität – hier ist einfach Platz. Darüber hinaus wird das Areal für den Weg zwischen Unter den Linden und dem Alexanderplatz genutzt. Hier sind die Spandauer und die Karl-Liebknecht-Straße verkehrliche Barrieren.

Fast alle geführten Bus-, Rad- und Fußtouren führen entlang der Karl-Liebknecht-Straße, die Rathausstraße und das Spreeufer werden demgegenüber weniger genutzt und besucht. Auch Gastronomie und touristisches Shopping finden in den angrenzenden Gebäuden außerhalb des Rathausforums statt, auf den Freiflächen gibt es derzeit wenig Angebot.

 

Verkehr

Am Bahnhof Alexanderplatz kommen täglich 120.000 Menschen an oder nutzen den Verkehrsknotenpunkt zum Umsteigen. In Richtung Rathaus, Marienkirche und Neptunbrunnen zieht es vor allem Touristen, und die Anwohnerinnen und Anwohner der Gegend, die man allerdings weniger bemerkt.

Die heutige Rathausstraße ist eine der ältesten Straßen Berlins. Sie hieß Anfang des 20. Jahrhunderts Königstraße, hier waren große Kaufhäuser zu finden, und in der heutigen Fußgängerzone ratterten die Straßenbahnen und drängte sich der Autoverkehr. Nun ist hier wieder eine Tramlinie geplant, die vom Alexanderplatz zum Kulturforum führt.

Heute bündelt sich der Ost-West-Straßenverkehr auf der Karl-Liebknecht- und viel stärker noch auf der Grunerstraße, die zwischen Molkenmarkt und Stadtbahn verlegt werden wird, um ein wiederbelebtes Klosterviertel besser an die Berliner Mitte anzubinden. Beide Hauptstraßen werden aber auf absehbare Zeit trotz ständig zunehmendem Fahrradverkehr und neuen U-Bahn- und Tramverbindungen großstädtische „Innenstadtradialen“ bleiben und nicht wieder schmale Straßen wie einst. Weiterhin durchqueren Hauptrouten des Berliner Radwegenetzes das Rathausforum.

Mit der Fertigstellung des U-Bahnhofes Berliner Rathaus wird es eine attraktive neue Ein- und Umsteigemöglichkeit im öffentlichen Nahverkehr geben. Im Kernbereich der Berliner Mitte werden so lange Wege zu den S- und U-Bahnhöfen an ihrem Rand entfallen.

 

Wohnen

Das Wohnen an diesem innerstädtischen Ort konzentriert sich auf  große  Wohnzeilen am Fernsehturm und kleinmaßstäblichere Blöcke im Nikolaiviertel: Auf den RathausPassagen befinden sind 359 Wohnungen, in den Blöcken Spandauer Straße/Karl-Liebknecht-Straße 850 Wohnungen und im Nikolaiviertel 790 Wohnungen. Diese sind in typisierter Bauweise errichtet und dabei doch vielfältig gestaltet, von der 1-Zimmer- bis zur 8-Zimmer-Wohnung, darunter auch Maisonnetten.

Hier wohnen noch viele Erstbewohnerinnen und -bewohner die ab den 1960er Jahren einzogen. Die Mieten liegen im Durchschnitt bei 5,70 Euro und fallen damit in die Kategorie „bezahlbares Wohnen“. Eigentümerin aller Gebäude ist die Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM), die als städtische Wohnungsbaugesellschaft den wohnungspolitischen Auftrag hat, auch in so zentraler Lage erschwingliche Wohnungen anzubieten. Einige wenige hochpreisige Mietwohnungen privater Anbieter sind darüber hinaus auf dem ALEA 101 zu finden.

In den kommenden Jahren wird sich mit dem Druck auf den Wohnungsmarkt und den demografischen Wandel die Bewohnerstruktur verändern – und damit der Bedarf an öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Kitas, aber auch an Serviceeinrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten für den alltäglichen Bedarf. Dies muss in der Planung für die kommenden Jahre berücksichtigt werden. Um weitere Wohnungen in diesem zentralen Bereich zu schaffen, wird in wenigen Jahren im  angrenzenden Klosterviertel Straßenland wieder zu Bauland umgewandelt; auch hier wird eine soziale Mischung der Bewohner angestrebt.